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Hintergrund Ausstellung | Digitaler Rundgang | Aktionstag

Die Galerie neurotitan zeigt die Ausstellung „León Ferrari – Reproducing Them Infinitely“.
Vom 30. Juli 2021 bis zum 25. September 2021.
Die Ausstellung ist eine Zusammen-Arbeit mit der Fundación Augusto y León Ferrari Arte y Acervo.

31.07.2021 – 25.09.21

Reproducing Them Infinitely

Eröffnung am 30.07.2021


Der Titel der Ausstellung heißt übersetzt:
León Ferrari – Sie endlos reproduzieren.
[Reproduzieren ist ein anderes Wort für nach-zeichnen oder kopieren.]

León Ferrari kommt aus Argentinien.
Er ist Konzept-Künstler.

Konzept-Kunst bedeutet:
Vor allem die Idee von einem Kunst-Werk wichtig.
Wie das Kunst-werk aussieht, ist nicht so wichtig.

Die Ausstellung „León Ferrari – Reproducing Them Infinitely“ zeigt wichtige Kunst-Werke von León Ferrari.
Aber auch unbekanntere Kunst-Werke von León Ferrari.
Sie wurden bis jetzt noch nicht in Deutschland gezeigt.

Der Ausstellungs-Raum ist ein Open Studio.
Also ein offener Raum.
Er erinnert an das Atelier von Léon Ferrari.
Die Besucher und Besucherinnen werden in den offenen Raum eingeladen.
Es gibt ein Rahmen-Programm zur Ausstellung.
Dabei können alle mitmachen.

León Ferrari ist einer der wichtigsten Künstler aus Latein-Amerika.
Seine Kunst-Werke werden überall auf der Welt gezeigt und gesammelt.

Warum heißt die Ausstellung „Reproducing Them Infinitely“?
Damit schlägt León Ferrari vor:
Man kann seine Kunst-Werke immer und immer wieder kopieren.
Unendlich oft.
León Ferrari fragt dabei:
Wem gehört das Kunst-Werk?
Wer hat es gemacht?
Man kann auch sagen:
Wer ist der Urheber?

Wenn man ein Kunst-Werk kopiert, heißt das:
Es gibt ein Original.
Und eine Kopie.
Was bedeutet das dann?
Ist das Original wichtiger als die Kopie?
Ist es wertvoller?
Oder nicht?
Das ist ein wichtiges Thema der Ausstellung.

An den Wochen-Enden sind Besucher und Besucherinnen zum Rahmen-Programm eingeladen.
Sie können selbst Drucke von der Kunst von León Ferrari machen.
So können sie das Thema der Ausstellung selbst erfahren.

Das Ziel der Ausstellung ist:
Die Besucher und Besucherinnen sollen das Lebens-Werk von León Ferrari kennen-lernen.
Und sie können selbst daran teilhaben.

In Kooperation mit
Medienpartner
Unternehmensgruppe

Digitaler Rundgang

Aktionstag

In unserem Hinter-Hof in der Rosenthaler Str. 39 gibt es ein Wand-Bild.

Auf dem Wand-Bild sind viele Gesichter von verschwundenen Menschen.

Das Wand-Bild wurde am 30. August 2021 gemalt.

Der 30. August 2021 ist der Internationale Tag der Verschwundenen.

International heißt, dass dieser Tag auf der ganzen Welt bekannt ist.

Der 30. August ist ein Gedenk-Tag an dem viele Aktionen stattfinden.

Die Aktionen sollen an verschwundene Menschen erinnern.

Diese Menschen sind gewaltsam verschwunden.

Sie wollten das nicht.

Das gewaltsame Verschwinden von Menschen wird Verschwindenlassen genannt.

Neurotitan und die Koalition gegen Verschwindenlassen haben auch einen Aktions-Tag am August 2021 organisiert. 

Sie wollen zeigen:

Das Verschwindenlassen von Menschen ist ein Verbrechen.

Darum haben sie dieses Wand-Bild gemacht.

Das Wand-Bild hat auch mit der Ausstellung „León Ferrari – Reproducing Them Infinitely“ zu tun.

Der Sohn von León Ferrari ist 1977 verschwunden.

Was ist Verschwindenlassen?

Jeden Tag verschwinden Menschen auf der ganzen Welt.

Es verschwinden Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder.

Sie werden verhaftet oder entführt.

Sie werden an einem geheimen Ort gefangen gehalten.

Oft werden sie gefoltert und manchmal sogar getötet.

Wir wissen nicht was mit diesen Menschen passiert.

Die Täter werden oft von der Regierung unterstützt.

Manchmal handeln die Täter im Auftrag der Regierung.

Oder die Regierung akzeptiert das Verschwindenlassen einfach.

Oft gibt die Regierung das Verschwindenlassen nicht zu.

Sie sagen nicht, was mit der vermissten Person passiert ist.

Das Verschwindenlassen ist eine schwere Verletzung der Menschen-Rechte.

Die Opfer verlieren ihre Freiheit und ihr Leben ist in Gefahr.

Jonas Joseph T. Burgos (Philippines) – verschwunden 2007

Caravana de Madres Centroamericanas

Das Wandbild wurde gestaltet von den Künstler*innen

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